Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt

Hat Frau Merkel nichts besseres zu tun?

 sie werde sich auch auf internationaler Ebene für mehr Schutz des geistigen Eigentums stark machen. Zugleich rief sie zu einer gesellschaftlichen Debatte über Urheberrechtsverletzungen im Internet auf. “Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt”, sagte Merkel.

heise.de

 2007 seien in Deutschland mehr als 300 Millionen Musikstücke illegal heruntergeladen worden – zehnmal mehr als legal verkauft wurden.

Das zeigt für mich eigentlich nur, welches Potential durch die Musikindustrie verschenkt wird.

Ich finde, deutsche Musiker sollten aufhören zu jammern, sich einfach einmal ein Beispiel an den Jamaikanern nehmen und die ganze Sache wesentlich entspannter sehen. Ihr braucht die großen Plattenfirmen und die gema gar nicht mehr.

Von den Jamaikanern können deutsche Musiker so wie so viel lernen. Dazu möchte ich noch kurz den folgenden Zeit-Artikel zitieren:

Beschleunigt wird diese Produktionsweise durch das eigentümliche Copyright in Jamaika – das als Gewohnheitsrecht auch im Rest der Reggae-Welt gilt: Die instrumentalen Kompositionen (in der Fachsprache: „Riddims“), zu denen Gesangseinlagen aller Art entstehen können, gelten als öffentliches Gut, sind also frei kopierbar. So kommt es, dass von jedem halbwegs erfolgreichen Reggae-Song innerhalb weniger Wochen unzählige „Versionen“ entstehen, eine origineller, durchgeknallter oder einfach nur schöner als die andere. Dieses Verfahren erzeugt so mit jedem Hit maximale Vielfalt – die ja bekanntlich gut für die Evolution ist.

Wenn deutsche Künstler ihre Werke nicht so stark beschützen würden, hätten sie vielleicht auch eine Chance im Ausland. ;-)

Glaubt eigentlich wirklich jemand, daß die Arctic Monkeys besser damit gefahren wären,  ihre kopierenden und die Musik viral verbreitenden Fans gerichtlich zu verfolgen?

 

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Eine Antwort auf Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt

  1. Paolo Pinkel sagt:

    Die Experten aus dem beck-Blog ärgern sich auch.

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