Was Chinesen über Tibet denken

Ich habe gerade auf youtube dieses Video über den Tibet-Konflikt entdeckt.

Es beschreibt die chinesische Sicht auf die aktuelle Berichterstattung in den westlichen Medien. Der Tenor ist mehr oder weniger, Tibet hat schon lang bevor es die USA gegeben hat zu China gehört und die Chinesen werden es niemals aufgeben. Niemals!

Eins kann man auf jeden Fall sehen, die chinesische Propaganda ist fit, das Video ist mit “fetzigen Techno-Beats” unterlegt und präsentiert Fakten über Fakten

yigg it

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Ich will ja keine Vergleiche ziehen, aber nachdenklich gemacht hat mich dieses Video schon. China ist die am stärksten wachsende Volkswirtschaft, bei der die halbe Welt und insbesondere die USA bereits hoch verschuldet sind. Sie schießen Satelliten ab (wenn auch mit ein wenig Schummeln), haben die zumindest zahlenmäßig stärkste Armee der Welt und Atommacht sind sie sowieso. In wenigen Jahren wird China in absoluten Zahlen wohl die wichtigste Wirtschaftsmacht der Welt sein.

Mit der Argumentationsweise in diesem Video könnte man auch begründen, daß die USA und Kanada zu China gehören müssten, weil die ersten Einwanderer über die zugefrorene Behringstraße dorthin gezogen sind.

Eine etwas andere Sicht auf den Tibet-Konfikt hat der folgende junge Mann, den ich auch auf youtube entdeckt habe, und der vorschlägt, daß die westlichen Sportler bei den Olympischen Spielen mit FreeTibet-Armbändern antreten sollen. Na wenn da nicht gerade ein neuer Trand geboren wird.

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Meine Meinung ist jedenfalls, wenn Völker unbedingt unabhängig sein wollen, dann kann und soll man sie nicht gewaltsam davon abhalten. Das ging nicht im Kosovo und das wird langfristig auch nicht in Tibet funktionieren. Ich jedenfalls könnte notfalls auch auf Bayern verzichten. ;-)

yigg it

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3 Antworten auf Was Chinesen über Tibet denken

  1. Julian sagt:

    Tibet war ja nie wirklich unabhängig. Ich weiß nicht, warum sich jeder so aufregt und alle so betroffen. Wahrscheinlich nur, weil der Dalai Lama aus Tibet kommt. Die Tibeter haben ganz übelst Chinesen zusammengeschlagen und offen einen Putsch versucht. Was ist denn mit den USA, die den Irak angegriffen haben?
    Wir sehen das immer nur durch unsere rosarote Demokratie-Brille und denken, dass Freiheit das Wichtigste ist. Ist es nicht! Völker unterdrücken ist schlimm, aber Tibet gehört schon seit über 50 Jahren zu China. Und jetzt machen sie einen Aufstand??? Das sind auf beiden Seiten immer nur ein paar Dumme, die gewaltbereit sind. Auf beiden Seiten. Und die sind beide dumm.
    Tibet sollte einfach Ruhe geben und China als Macht akzeptieren. China sollte Tibet notfalls freilassen. Aber nein, beide sind stur. Die sind alle bekloppt, meine ehrliche Meinung. Und jeder, der sich auf die eine oder andere Seite stellt ist mindestens genauso bekloppt.
    Und WIR, WIR stellen uns immer ganz nach vorne und tun unglaublich betroffen. Aber die ganzen Verrückten, die jetzt die Chinesische Botschaft mit Eiern bewerfen, sind vor drei Monaten vor der burmesischen Botschaft gestanden. Die tun das nicht wegen Demokratie, den Leuten oder dem Land, sondern weil sie einfach irgendwen bewerfen sollen. Sooo friedfertig sind die Pro-Tibeter überhaupt nicht.

  2. Paolo Pinkel sagt:

    Da muß ich doch gleich wieder Mark Twain zitieren:

    I am said to be a revolutionist in my sympathies, by birth, by breeding and by principle. I am always on the side of the revolutionists, because there never was a revolution unless there were some oppressive and intolerable conditions against which to revolt.

    Ich rege mich auf, wenn die Meinungsfreiheit beschnitten wird, unabhängige ausländische Berichterstatter aus dem Land geworfen, Demonstranten erschossen und Hunderte Oppositionelle in den Knast gesteckt werden.

    Um auf deine Frage zu antworten (Und jetzt machen sie einen Aufstand???), werde ich mal meine Sicht der Dinge ein wenig ausführen:

    Der Dalai Lama als Sprachrohr der Tibeter protestiert schon seit 50 Jahren gegen die chinesische Bevormundung, tat dies bisher immer mit friedlichen Mitteln und forderte dabei nicht einmal eine vollständige Unabhängigkeit von China, sondern nur mehr Autonomie für Tibet. China machte bisher keinerlei Konzessionen auf diese friedlichen Bestreben und versuchte statt dessen durch verschiedene Maßnahmen wie zum Beispiel groß angelegte Einwanderungskampagnen die Tibetische Kultur zu assimilieren.

    Viele Tibeter sind mit den bisher erzielten Ergebnisse (keine) nicht zufrieden, weshalb sie die Zeit vor den Olympischen Spielen, in der der Fokus der internationalen Medien auf China liegt, für Aktionen des Zivilen Ungehorsams nutzen. Ich finde dies erstmal einmal clever und völlig legitim.

    Man kann jetzt argumentieren, daß die Tibeter mit der Gewalt begonnen haben, und deshalb selbst dafür verantwortlich sind.

    Nur sind das die einzigen Bilder, die von den Chinesen veröffentlicht werden, weil es unabhängige Journalisten nicht mehr gibt.

    Klar, es gibt auch radikale Tibeter, nur rechtfertigt dies nicht die Unterdrückung und Entmündigung eines Volkes. Genauso wenig wie ein Reichstagsbrand.

    Meine Meinung ist jedenfalls, wer Demonstranten erschiesst, hat immer Unrecht!

  3. Paolo Pinkel sagt:

    Auf telepolis gibt es einen guten Artikel über die unausgewogene Berichterstattung in den deutschen Medien,

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