Der neueste Trigami-Auftrag hat es wirklich in sich.

Die Schweizer Bloggerin Jacqueline Badran hat gerade einen Auftrag zum Thema Beibehaltung der Lex Koller gestartet.

Lex Koller

Lex Koller ist die Bezeichnung des schweizerischen Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1983 über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland. Zweck der Lex Koller ist die Bekämpfung der „Überfremdung des einheimischen Bodens“. Aktuell wird darüber diskutiert, die Lex Koller abzuschaffen und es Ausländern zu ermöglichen, ohne kompliziertes Bewilligungsverfahren Grundstücke in der Schweiz zu erwerben.

Trigami Auftrag

Im Trigami Blog liest man folgendes:

Auszug aus der Auftragsbeschreibung:

Die beteiligten Blogger können ihre Meinung zur Beibehaltung der Lex Koller schreiben. Diese kann positiv oder negativ sein.

Damit ist dies die erste (und sehrwahrscheinlich nicht letzte) politische Kampagne/Diskussion via trigami

PS: Bevor Fragen zu unserem Standpunkt kommen: Trigami ist politisch neutral und bezieht bei solchen Fragestellungen keine Position. Das überlassen wir den teilnehmenden Bloggern ;-).

Damit wagt sich Trigami meiner Meinung nach an ein sehr heißes Eisen. Bezahlte Politische Kampagnen in Blogs - da werden sicher schon die Messer gewetzt in der Blogbar. Das laß ich mir bestimmt nicht entgehen. ;-)

Kritik

Eine Sache gefällt mir daran überhaupt nicht. Jeder Blogger muß sich beim Auftraggeber um den Auftrag bewerben. Was Trigami-Blogger in ihren Bewerbungen schreiben wissen nur die Auftraggeber und meine Leser . ;-)

Es wird zwar in dieser und wahrscheinlich auch späteren politischer Kampagnen jede Meinung zugelassen. Da der Auftraggeber aber erst nach dem Lesen der Bewerbungen entscheiden muß, welche Blogger er wirklich beauftragt, kann er nur die ihm genehmen Meinungen herausfiltern.

Dies ist aus meiner Sicht bei Produkt-Rezensionen in dieser Form nicht möglich, da es hier selten eine totale Zuspitzung auf Pro oder Contra gibt und der Blogger sich in der Rgel erst während der Rezension seine Meinung bildet - der Auftraggeber also nicht weiß, was er zu erwarten hat.

Was denkt Ihr darüber? Würdet Ihr für die CDU bloggen, wenn Ihr die Grünen wählt?

Update

Inzwischen sind die Auftraggeber wieder zurückgerudert und haben sich entschieden die Kampagne doch nicht durchzuführen. Sie äußern sich dazu in einem Kommentar im Trigami-Blog:

Es haben sich nur wenige Blogs beworben, und ich finde den Fit zwischen deren generellen Themen und dem Thema Politik zu klein. Wenn z.B. jemand schreibt, das Thema seines Blogs sei Online-Marketing, dann finde ich nicht, das er in diesem Blog glaubhaft die Lex Koller erörtern kann.

Ich war ohnehin etwas skeptisch, ob Politik und trigami zusammenpasst; gleichzeitig hat es mich aber auch interessiert. Ich dachte: Vielleicht überzeugen mich die Begründungen der Bewerber. Das war nicht der Fall.

Dass das ganze hier schon im Blog publiziert wurde, war ein Fehler. Sorry an alle, die es gelesen haben. Remo hat angeboten, den Beitrag zu löschen; ich bin generell gegen löschen.

Meiner Meinung nach eine gute Entscheidung. Ich habe ehrlich gesagt nicht genügend Phantasie, um mir eine politische Kampagne vorzustellen, die nicht am Image von trigami kratzen würde. Außer Rettet die Wale vielleicht. ;-)

Ein Kommentar für “Bezahlte politische Diskussionen - Trigami wagt sich an ein heißes Eisen”

  1. Würdet Ihr für die CDU bloggen, wenn Ihr die Grünen wählt? JA! warum nicht?
    da es ja eine redaktionelle Freiheit gibt, kann ja auch Kritik geübt werden. Finde die Absage schade!
    Wäre auch ein zusätzliches Feld für Blogger. Dafür sind doch Bloggs auch da: die persönliche Meinung vertreten und argumentativ zu untermauern!oder?

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