Ich habe mal ganz bewusst eine reißerische Überschrift gewählt, um auf eine Thematik aufmerksam zu machen, die mich gefesselt hat.
Telepolis berichtet in einem ausführlichen Artikel über Prothesen im Leistungssport und die Diskussion, die durch den Südafrikanischen Leichtathlet Oscar Pistorius ausgelöst wird, der nicht mehr nur an den Paralympics, sondern auch an Wettkämpfen nicht behinderter Sportler teilnehmen will. Pistorius hat 2 Unterschenkelprothesen und lief bei den Paralympics in Athen über 400m nur 2 Sekunden langsamer als der Olympiasieger Jeremy Wariner.
Sind Prothesen ein unerlaubtes Hilfsmittel im Leistungssport?
Auf Telepolöis liest man
Selbst innerhalb des IAAF ist man uneins: Entwicklungsdirektor Elio Locatelli befürchtet einen unfairen Vorteil durch die Prothesen, der Vorsitzende der medizinischen Kommission, Juan Manuel Alonso, sieht dagegen keine guten Argumente für ein Verbot.
Um der Diskussion eine physikalische Grundlage zu geben, hat das IAAF nun den Kölner Biomechaniker Gert-Peter Brüggemann mit einer Expertise
beauftragt.
Erste Weitspringer haben schon jetzt vom gesunden Bein auf die Prothese als Absprungeinheit gewechselt.
Schon heute dürfen Sportschützen Brillen, aber keine Ferngläser tragen. Die sensible Diskussion um den Einlass der dann nicht mehr “Behinderten” in den internationalen Spitzensport steht am Anfang.
Ich bin mir sicher, daß in einigen Jahren, vielleicht auch erst Jahrzehnten, die Prothesentechnik so weit ist, daß Prothesenträger schneller laufen, höher springen und weiter werfen können als Nichtprothesenträger.
Wenn man jetzt noch die Statistik über Leistungssportler dazu nimmt, die besagt, daß mehr alsi die Hälfte auch dann ein Dopingmittel einnähme, wenn es nach fünf Jahren zum sicheren Tod führen würde, sie aber bis dahin in jedem Wettkampf Sieger wären, ist der Gedanke nicht weit, daß Leute auch bereit wären, … ich führe den Gedanken besser nicht zu Ende.
Wie steht Ihr zu dieser Diskussion? Sollten behinderte Sportler mit Prothesen an Wettkämpfen für Nichtbehinderte teilnehmen dürfen? Würdet Ihr Euch ein künstliches Kniegelenk einsetzen lassen, wenn Ihr damit höher springen könntet?




Ich schlage vor, in Zukunft drei Arten von Wettkämpfen abzuhalten:
-> pure human
-> chemisch optimiert
-> mechanisch optimiert
die Frage der Fairness wäre damit zumindest vom Tisch.