Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.
ein neuartiges, webbasiertes Karriere- und Recruiting-Portal, von dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen profitieren. Grundidee ist die Umkehrung des klassischen Wegs der Personalsuche.
Über yourcha bewerben sich nicht mehr interessierte Arbeitnehmer auf die Anzeige eines Personal suchenden Unternehmens. Stattdessen stellen sich die Unternehmen mit konkreten Job-Angeboten bei geeigneten Kandidaten vor.
Wie funktioniert es nun als Arbeitnehmer?
Zunächst fordert man bei yourcha einen persönlichen Zugangscode an. Alles was man dazu braucht, ist eine Email-Adresse. Früher war das anders. Der Zugangscode wurde postalisch verschickt, um die Adressen zu verifizieren. Viele Rezensenten kritisierten das scharf, so daß yourcha sich genötigt sah, dies anzupassen. Ich bin mir sicher, daß dies ein richtiger Schritt war, da es sich um eine unnötige Eintrittsbarriere handelte, die viele mögliche Interessenten sicher abgeschreckt hat.
Jetzt reicht also eine Emailadresse und der Zugangscode wird automatisch zugesendet.
Dann kann man sich mit diesem Zugangscode im yourcha-Portal anmelden und damit beginnen, sein persönliches Profil anzulegen und zu vervollständigen. Dabei soll man die üblichen Angaben über Abschlüsse, bisherige Arbeitgeber, gewünschte Branchen, etc. machen. Aufgefallen ist mir dabei, daß man Sprachfähigkeiten nur nach “vorhanden” oder “nicht vorhanden” unterscheidet und nicht näher differenziert (Muttersprachler, verhandlungssicher, gut, Grundkenntnisse zum Beispiel). Dadurch wird wahrscheinlich jeder, der auch nur Bonjour sagen kann, bei Französisch ein Kreuzchen machen
Wenn man mit dem Ausfüllen fertig ist, kann man das Profil aktivieren. Nur dann ist es für potentielle Arbeitgeber sichtbar. Aktivieren kann man das Profil aber nur, wenn man eine Mindestanzahl von Feldern ausgefüllt hat.
So und das war’s dann auch schon fast, was man als potentieller Arbeitnehmer bei yourcha machen kann. Jetzt heißt es warten, bis ein Arbeitgeber auf Dich aufmerksam wird. Ob das wirklich klappt, kann ich nicht abschätzen, da mein Test-Profil nur wenige Stunden freigeschaltet war. In dieser Zeit habe ich jedenfalls keine Angebote bekommen.
Wenn ich einen Job suchen würde, wäre yourcha sicher nicht meine Methode ihn zu finden, weil man zur Untätigkeit genötigt wird.
Was passiert nun mit meinen Daten und wie verdient yourcha damit Geld?
yourcha übernimmt für Arbeitgeber die Aufgabe eines Headhunters. Arbeitgeber geben eine Stellenbeschreibung auf, yourcha sucht die passenden, noch anonymisierten Profile heraus. Die Arbeitnehmer, für die sich der Arbeitgeber interessiert, werden dann von yourcha benachrichtigt. Wenn die Job-Suchenden einverstanden sind, wird ein Bewerbungsgespräch vereinbart.
Für das Unterbreiten des Angebots und für das wirkliche Zustandekommen des ersten Kontakt lässt sich yourcha jeweils 50€ plus Mehrwertsteuer von den Firmen bezahlen.
Datenschutz und Privatsphäre
Jeder sollte sich klar sein, daß er mit dem Ausfüllen seines Profils sensible Daten preisgibt, die diese yourcha dann auch an potentielle Arbeitgeber weitergibt. Pokerspieler wissen, daß dies nicht immer die cleverste Taktik ist. Dies gilt aber nicht nur für yourcha, sondern für andere Webseiten, wie monster.de oder xing auch. Man muß wie immer im Leben zwischen Nutzen und Risiko abwägen.
Verschweigen möchte ich auch nicht, daß Yourcha-Vorstandsvorsitzender Sven Reuter auch Gründer und Inhaber der Global Group ist, einer von Europas größten Adrsssammler und -händler mit mehr als 60 Millionen Einträgen.
Yourcha scheint die Kritik der bisherigen Rezensionen aber ernstgenommen zu haben, man findet jetzt überall auf der Webseite Hinweise zu den Datenschutzestimmungen. Ein kleiner Auszug aus der FAQ:
Daten von Job-Kandidaten werden von yourcha® nie ohne deren ausdrückliche Einwilligung an Dritte weiter gegeben. Einzige Ausnahme: Daten, zu deren Weitergabe yourcha® durch bestehende Gesetze verpflichtet sein sollte. Dies könnte zum Beispiel bei strafrechtlichen Ermittlungen der Fall sein.
Design der Webseite
Das Design ist natürlich nicht unbedingt wichtig bei einem Job-Portal. Es ist mir aber durch die klare Benutzerführung und die gelungene Farbwahl positiv aufgefallen. Falls das jemand als wordpress-template nachbaut, würde ich mich sehr freuen.
Fazit
Das ganze Portal hängt davon ab, ob es von der Arbeitgeberseite angenommen wird oder nicht. Leider konnte ich auf yourcha.com überhaupt keine Zahlen finde, wieviele Firmen dort wirklich nach Mitarbeitern suchen oder wieviel Jobs vermittelt wurden.
Durch die aus meiner Sicht nicht gerade geringen Gebühren für jeden Versuch einer Kontaktaufnahme, der vom Job-Suchenden noch nicht einmal beantwortet werden muß, erscheint es mir auch äußerst schwierig genügend Arbeitgeber zu finden.
Wer einen Job sucht und dies möglichst sofort, ist bei yourcha höchstwahrscheinlich nicht an der richtigen Stelle. Wer davon träumt, einmal von einer anderen Firma einen besseren Job angeboten zu bekommen, ansonsten aber nicht aktiv sucht, kann es ja einmal mit yourcha versuchen.




Wobei bei man nicht viel Gutes in anderen Blogs über Yourcha liest. Allerdings muss man yourcha zu Gute halten, dass sie auf ihren Blog sehr deutlich Stellung zu den Vorwürfen nehmen. Aber auch hier gilt: Ist der Ruf erst ruiniert…