Sicher habt Ihr auch schon einmal einmal eine Scam-Email der Nigeria-Connection erhalten, in der Ihr darum gebeten werdet gegen eine nicht unerhebliche Provision einen großen Betrag außer Landes zu schaffen.
Das System dieser Betrügerei zielt darauf ab, das Opfer zu einer Zahlung für verschiedene fiktive Kosten zu veranlassen, z. B. für einen Rechtsanwalt, damit der Geldtransfer abgeschlossen werden kann. Die Betrüger gehen dabei meist sehr professionell mit gefälschter Bankkorrespondenz und Zertifikaten vor. Der Betrug besteht darin, dass es niemals zu einer Auszahlung des Millionenvermögens kommt, sondern immer wieder neue Leute auftauchen, die einen “Anteil” an der Transaktion für irgendwelche Dienstleistungen und Handreichungen beanspruchen, ohne den der Transfer nicht vonstatten gehe.
Auf telepolis gab es heute zu diesem Thema einen Artikel, weil in Amsterdam mehrere Nigerianer festgenommen wurden. Unter anderem liest man:
Durch die erheblichen Gewinne, die die Betrugsmodelle bisher erzeugten, erlangten die Scammer in nigerianischen Großstadtsubkulturen teilweise eine Position, die der von bewunderten Zuhältern, Drogenhändlern und Gewalttätern im Gangsterrap ähnelt. Der nigerianische “Osuofia” Nkem Owoh, landete mit einem Preisgesang auf das Betrugsmodell sogar einen landesweiten Hit:
I go chop your money
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Ktz7vc70hZ8[/youtube]
Aber wer auf so etwas hereinfällt ist wohl selber Schuld.
Noch ein kleiner Nachtrag aus der Wikipedia:
…so zahlte die Stadt Ennigerloh 2001 einem Sozialhilfeempfänger 145.000 €. Er hatte den Bürgermeister durch einschlägige Dokumente von einem angeblich in Afrika festsitzenden Vermögen von 34 Mio. € überzeugt und versprochen, ein Vielfaches des Vorschusses an die Stadt zurückzuzahlen, sobald er an sein Geld gekommen sei. In der Folge dieser Vorkommnisse verlor der Bürgermeister sein Amt und musste sich wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder vor Gericht verantworten.
Am 13. Februar 2003 forderte die Betrugsserie ihr erstes nachweisliches Todesopfer, als ein geprellter Tscheche den nigerianischen Botschafter in Prag erschoss.




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