Es gibt Leute, die gern scharf essen. So weit so unspannend und doch gibt es eine ganze Menge Unternehmer, die das zu ihrem Alleinstellungsmerkmal machen.

Zum einem gibt es da die Onlineversender wie chili-shop24 und pepper-king, die allen. die es gerne scharf haben, alles nach Hause lieferen, was sie nur brauchen könnten - Saucen und Gewürzmischungen in jeder Schärfe, T-Shirts mit Pfeffermotiven und auch frische Chilli-Schoten.

Auch für Restaurants bietet sich eine Spezialisierung an - man kann seine Gerichte auch in verschiedenen Schärfeklassen anbieten um normale Gäste nicht zu vergraulen. In meiner Nachbarschaft ist da zum Beispiel eine Currywurstbude, die damit wirbt, die schärfste Currywurst der Stadt herzustellen. Jeder kann seinen individuellen Schärfefaktor auf einer Skala von mittelscharf bis höllisch scharf selbst festlegen. Für die ganz Harten gibt es auch noch schärfere Spezialsaucen.

Das neuerdings auch Süßigkeiten wie Schokolade mit Chilli-Geschmack verkauft werden, finde ich sehr interessant, auch wenn sie nicht schmeckt. ;-)

Die schärfste Chillischote der Welt heißt übrigens naga jolokia, wie man auf Gernot Katzers Gewürzseiten nachlesen kann:

Die Früchte des naga jolokia erwiesen sich als wesentlich schärfer als der amerikanische Red Savina und erreichten unfaßbare 855000 Scoville-Einheiten, entsprechend einem Gesamtcapsaicin-Gehalt von 5.7% (davon 4.3% Capsaicin und 1.4% Dihydrocapsaicin; andere Capsaicinoide fehlen interessanterweise fast völlig). Es gibt Pläne, diese Chilies zur kommerziellen Herstellung von Verteidigungswaffen (Pfefferspray) für private und militärische Anwendungen zu nutzen.

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